Lindenberg, 26.06.2021

Mit Sandsäcken gegen die drohenden Wassermassen

Heftige Unwetter mit Starkregen riefen die Helferinnen und Helfer des THW in den letzten Tagen und Wochen immer wieder in den Einsatz. Überschwemmungen und vollgelaufene Keller forderten die Fachkräfte heraus. In Lindenberg bei Neustadt a.d.W. hatte eine ehemalige Deponie dafür gesorgt, dass Regenwasser einen Abhang hinab in Richtung der darunter liegenden Wohnhäuser floss. Um die Häuser vor einer erneuten Überflutung zu bewahren, wurde am 25. Juni 2021 THW alarmiert.

Gegen 12:50 Uhr wurde das THW Neustadt / Weinstraße alarmiert. Eine Erkundung stellte den Ernst der Lage fest: Das Regenwasser hatte mehrere Murenabgänge verursacht und das Erdreich am Hang durchweicht. Bei einem erneuten Starkregen bestand die Gefahr, dass der Boden weiter aufgeweicht würde. Nicht nur Regenwasser, sondern auch Sand könnte in die Wohnhäuse gespült sowie Bäume entwurzelt werden. Ein Sandsackwall wurde geplant, um die Wassermassen in eine kontrollierte Bahn zu bringen. Über einen Waldweg sollte das Wasser auf die Straße und somit in die Kanalisation geleitet werden.

Um die etwa 250 Meter lange Strecke mit einer einfachen Sandsack-Kaskade abzusichern, wurde zunächst der Ortsverband Speyer zur logistischen Unterstützung hinzugezogen. Gemeinsam verluden die Helferinnen und Helfer aus Neustadt und Speyer rund 20 Tonnen palettierte Sandsäcke auf vier Großfahrzeuge der beiden Ortsverbände. Währenddessen richtete der Ortsverband Neustadt eine Lotsenstelle mitsamt Bereitschaftsraum ein, um die ankommenden Kräfte und Sandsäcke koordiniert zur schwer zugänglichen Einsatzstelle zu bringen. Im Laufe des Nachmittags wurden weitere Einheiten aus den Ortsverbänden Kaiserslautern und Speyer alarmiert. Gemeinsam mit den Feuerwehren aus Lindenberg, Lambrecht, Frankeneck und Neidenfels bildeten die Einsatzkräfte eine Kette, um die Sandsäcke entlang der unwegsamen Strecke zu transportieren und zu verlegen.

Insgesamt waren 80 Helferinnen und Helfer von THW und Feuerwehr mit über 15 Fahrzeugen im Einsatz. Nach 12 Stunden war der Einsatz erfolgreich beendet.


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