Tinglev, 05.02.2019

Erdbeben in "Modulistan": Übung der Einheit SEEBA in Dänemark

Ein Erdbeben der Stärke 7,2 erschüttert den fiktiven Staat Modulistan und fordert tausende Tote und Verletze sowie zahlreiche verschüttete und vermisste Menschen – das war das Szenario der internationalen Katastrophenschutz-Übung "EU Modex 2019", die vom 25. bis 27. Januar 2019 in der dänischen Stadt Tinglev stattfand. Mit dabei war auch die Gruppenführerin der 1. Bergungsgruppe Nicole Lutz.

Nicole Lutz bei der Arbeit

Über die EU wurde neben anderen europäischen Katastrophenschutzeinheiten auch die Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) des Technischen Hilfswerks (THW) alarmiert, um vor Ort verschüttete und vermisste Menschen zu orten und zu retten. Das 44-köpfige Team machte sich daraufhin mit elf Fahrzeugen auf in die in Dänemark liegende Stadt Tinglev, welche gleichzeitig eine Stadt in "Modulistan" darstellte.

Bei Schneefall, Frost und eisigem Wind wurde dort direkt nach Ankunft das eigene Camp aufgebaut und parallel eine erste Erkundung durchgeführt. Noch in der Nacht wurden die SEEBA Ortungs- und Bergungsspezialisten zur ersten Einsatzstelle beordert. Im Laufe der Übung sollten weitere Einsatzstellen mit unterschiedlichen Herausforderungen folgen. Das Team, das im Schichtsystem rund um die Uhr arbeitete, konnte dabei erfolgreich mehrere Personen orten und befreien. Zusätzliche Herausforderungen stellten durch die Übungsleitung eingespielte Störungen, sowohl an der Einsatzstelle, als auch im Camp dar: obdachlos gewordene Menschen auf der Suche nach Unterkunft, Kontakt mit der Presse, aber auch geflohene Kriminelle. Alles realitätsnahe Vorkommnisse, die auch im realen Einsätzen auftreten können.

Die Speyerer Gruppenführerin der 1. Bergungsgruppe, Nicole Lutz, übernahm im SEEBA Team die Rolle des ICT-Officers (Information and communications technology, übersetzt Informations- und Kommunikationstechnologie). Ihre Aufgabe bestand darin, die gesamte Kommunikation sowohl innerhalb des Teams als auch zu anderen Teams, sicherzustellen. Hierzu gehört, neben dem Aufbau und Betrieb von Funk- und Telefontechnik, auch das Bereitstellen von Internet- und Computernetzwerk zur Abstimmung der Hilfsmaßnahmen mit den anderen Teams. Auch die Informationsgewinnung und Aufbereitung gehörte zum Aufgabengebiet von Lutz.

Insgesamt trainierten rund 150 Teilnehmer aus Frankreich, Luxemburg, Niederlande und Deutschland in Dänemark sowohl ihr Können, als auch die Zusammenarbeit untereinander. 


  • Nicole Lutz bei der Arbeit

  • Camp-Aufbau

  • Camp-Aufbau

  • Abgestütztes Haus

  • E-Stelle Parkhaus

  • Zugang schaffen

  • Zugang schaffen

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